Tag 104 – PoolDanceSchokoSchabe

Die ersten einhundert Tage als Ameisenhalter sind geschafft. Bisher gab es noch keine Verluste. Ich habe nun eine andere Kamera zur Verfügung. Im Automodus bekomme ich jedoch nicht die gewünschte Qualität hin. Dies könnt ihr im Video zum Beitrag sehen.

Nun komme ich nicht herum mich mit ein wenig Theorie der Photographie zu beschäftigen. Ihr werdet sehen wenn ich die entsprechenden Einstellungen gefunden habe. Zu Testzwecken habe ich eine Schokoschabe auf einer Kanüle “befestigt”

Die Begeisterung hielt sich in Grenzen. Ich glaube die Viecher waren noch zu sehr benebelt vom Fensterreiniger. Ein paar Minuten vorher habe ich versehentlich einen Sprühstoss Fensterreiniger in das Gehege gegeben. Zum Glück ist ein Großteil des Fensterreiniger auf der Holzdeko gelandet. Diese habe ich umgehend entfernt. Das kommt da von, wenn beide Flaschen blau sind.

Tag 55 – Camponotus Nicobarensis bunkern Endgegner

Messor Barbarus? Langweilig! Die feinen Barbarussen hausen schön in ihrem Reagenzglas vor sich an. Beim Appell konnte ich mich von deren Agilität überzeugen. Sie werden sich schon melden.

Team Campo(notus Nicobarensis) lassen sich weitaus öfter sehen. Vorwiegend wenn es dunkel ist. Sie rennen auch  nicht panisch vor dem Licht weg.

Ich habe den Viechern noch etwas Dekoration zur Verfügung gestellt. Roten Kies 2-4 mm Körnung, und etwas Treibholz. Jetzt ist die 5 Liter Box doch recht gut gefüllt.

Gerade wollte ein Heimchen aus dem Insektenhotel auschecken, daher habe ich direkt auf das Treibholz gelegt. Die ersten Tiere haben die Fährte recht schnell aufgenommen, bereits 2 Minuten nach der Ablage im Gehege haben bereits die ersten Aufklärerinnen ihre Arbeit aufgenommen.

Nach einer kurzen Inspektion haben zwei Arbeiterinnen das Heimchen vom Sockel gestoßen und unter das Treibholz gezogen. Was ich bis dahin gar nicht bemerkt hatte: Durch das Treibholz ist eine kleine Höhle entstanden wo nun das Heimchen zerlegt wird. Dies haben sie auch den Rest des Abends über gemacht.

 

Tag 48 – Premiere, Camponotus Nicobarensis

Ich sag es Euch vorab: Die Messor Barbarus Kolonie ist immer noch langweilig. Ich habe gestern noch einmal einen Blick riskiert und konnte ein wenig Brut erkennen. In der Arena sind sie selten zu sehen.

Der neue Star am Himmel ist die Bande von Camponotus Nicobarensis. Sie sind gut angekommen. Ich konnte keine Transportverluste ausmachen. Königin sowie 6-7 Arbeiterinnen waren dabei.

Ebenfalls bestellt eine Ladung Shelfordella Lateralis. Diese haben es sich gleich in meinem *** Tiefkühlfach Insektenhotel gemütlich gemacht. Weder die bereits vorhandenen Heimchen noch die Schaben haben sich darüber beschwert.

Erinnert ihr euch noch an die gewinnmaximierte 5l Kunststoffbox aus meiner ersten Lieferung? Ich habe dem Lieferanten unrecht getan, dass Teil kostet in der Selbstbeschaffung keine 2€, sondern ganze: 1,5€.

Etwas realistischer geht es bei den Preisvorstellungen für ein Heizkabel zu. Daher habe ich gleich eins mitbestellt. Nach dem Drama mit der ersten Heizmatte kann ich nun beide Arenen mit dem Kabel versorgen. Temperatur derzeit so um die 26 Grad tagsüber. Abends ist das Kabel deaktiviert. So nun zu den neuen Mitbewohnerinnen:

Das Reagenzglas für 30 Minuten in die Arena gelegt und den Stöpsel gezogen. Es dauerte nicht lang bis die Vorhut am Rand war und begann die Öffnung zu inspizieren. Anschließend sind sie recht hyperaktiv durch das Becken gelaufen, haben sich jedoch schnell wieder beruhigt.

Generell sind die Nicobarensen etwas agiler und weniger ängstlich als die Barbarussen. Die Schokoschabe haben sie über mehre Stunden ausgiebig angeknabbert. Zuckerwasser haben sie sich ebenfalls einverleibt. 

Durch die Größe und den Körperbau lassen sie sich gut beobachten, irgendwie wirken ihre Bewegungen eleganter als bei den faulen Schwestern aus dem Barbarussen-Formicarium.

Tag 38 – Camponotus Nicobarensis

Ab heute kann sich mein Messor Barbarus Volk Zeit lassen beim reproduzieren. Ich habe mir heute eine weitere Krabbelgruppe bestellt. In ein paar Tagen wird sich ein weiteres Volk bei mir einfinden.

Ich habe mich diesmal für Camponotus Nicobarensis entscheiden. Wie bei dem ersten Volk hat man die Qual der Wahl. Die idealen Kandidaten gibt es leider nicht. Diese Art macht keine Winterruhe und braucht auch nur halb so lang um eine neue Arbeiterin zu produzieren.

Mit etwas Glück sind die Viecher am Dienstag da und es geht weiter. Leider geht es auch weiter mit meiner Kostenaufstellung 🙂